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Warum gehörte Weihrauch über Jahrhunderte ganz selbstverständlich zur katholischen Liturgie, während er heute aus vielen Kirchen nahezu verschwunden ist? Und was geht eigentlich verloren, wenn der aufsteigende Rauch, der einst Altäre, Evangelienbücher und das Allerheiligste umgab, aus dem Gottesdienst verbannt wird? Hinter dem vermeintlich bloß schmückenden Zeremoniell verbirgt sich eine erstaunlich reiche Welt biblischer Bilder, theologischer Einsichten und liturgiegeschichtlicher Entwicklungen. Von den Rauchopfern des Alten Bundes über die Visionen der himmlischen Liturgie in der Apokalypse bis zu den großen Kirchenvätern, Thomas von Aquin und Romano Guardini zeichnet David Berger die faszinierende Geschichte eines der ältesten und ausdrucksstärksten Zeichen katholischer Gottesverehrung nach.

Dabei wird deutlich, weshalb der Weihrauch nicht nur für Gebet und Opfer, sondern auch für die Gegenwart Christi, die Heiligkeit der Kirche und das Geheimnis der Eucharistie steht. Besonders aufschlussreich ist die Frage, warum der Weihrauch im Zuge der Reformation vielerorts verschwand – und weshalb sein heutiger Bedeutungsverlust auch innerhalb der katholischen Kirche nachdenklich stimmen sollte. Eine theologisch fundierte und zugleich sinnlich anschauliche Entdeckungsreise, die zeigt: Wo der Weihrauch verschwindet, geht weit mehr verloren als ein angenehmer Duft. Es droht eine ganze Sprache des Heiligen zu verstummen.

Eine kleine Geschichte des Weihrauchs in Theologie und Liturgie lesen Sie im neuen Heft der UVK – Hier bestellen: leserdienst@una-voce.de

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